Viele gute Gespräche 

10Jan2017

Gestern und heute haben wir die lokalen Autoritäten hier in Piéla und Bogandé besucht. Zuerst waren wir beim Prefect von Piéla, danach beim Bürgermeister und haben uns vorgestellt und um Unterstützung bei unserem Programm "Entwicklung durch Bildung" gebeten. Besonders der Bürgermeister war sehr angetan von unseren Ideen und hat uns seine volle Unterstützung zugesichert. Das bedeutet, dass er das Ministerium für Bildung umgehend über unsere Pläne unterrichten wird, und sich um einen gemeinsamen Termin im Ministerium bemüht. Genau diese Unterstützung brauchen wir. Der neue Bürgermeister ist mit 48 Jahren und einer sehr guten Ausbildung jetzt genau der richtige Mann für Piéla. In den 2 Jahren seit meinem letzten Besuch hat sich schon viel verändert. Dafür verantwortlich sind zum einen, die "Delegation Special", zum anderen der neue Bürgermeister. Die "Delegation Special" war eine Übergangsverwaltung, solange es keinen gewählten Bürgermeister und Stadtrat gab. Dieser gehörte auch César an. Es wurden weitere Schulen gebaut, Übergangsräume für Unterricht bereitgestellt, Brücken und Markthäuser errichtet. Trotzdem gibt es noch viel zu tun. 

Für die angestrebte Städtepartnerschaft zwischen Piéla und Bad Münstereifel habe ich den Bürgermeister gebeten, mögliche Handlungsfelder zu benennen, die ich dann mit nach Münstereifel nehmen kann. Über die Möglichkeit dieser Partnerschaft war er sehr erfreut und dankt jetzt schon für dieses besondere Angebot für die Gemeinde Piéla. 

Außerdem besuchten wir noch die Partnerschulen der Hauptschule Bad Münstereifel und des St. Michael Gymnasiums. In der Schule Piéla E könnten wir einen symbolischen Scheck überreichen. Das Geld kommt aus dem Waffelverkauf der Klasse 6 von Frau Martens. Ein herzliches Dankeschön aus Piéla an die Schüler in Bad Münstereifel.
Im Gymnasium Piéla waren wir heute noch einmal um mit den Vertretern der Eltern, den Lehrern und der Schulleitung über die Umsetzung des Gartenprojekts, dem Deutschclub und einem Programm gegen ungewollte Schwangerschaften bei Schülerinnen zu sprechen. 

Mit dem Thema ungewollte Schwangerschaften haben wir den heutigen Tag schon sehr früh begonnen. Wir waren schon um 8:30 Uhr beim Direktor für das Gesundheitswesen in der Provinz GnaGna, zu der Piéla gehört, in Bogande. Mit ihm bzw. einem seiner Mitarbeiter haben wir für nächste Woche 2 Termine in Gymnasien gemacht. Die Verhinderung von ungewollten Schwangerschaften gehört auch zum Programm "Entwicklung durch Bildung", da durch diese Schwangerschaften die Mädchen fast keine Chance haben, einen Beruf zu erlernen.

Auch beim Haute Commisere liefen wir mit unseren Plänen, offene Türen ein. Er lobte die Arbeit der Cuo Fi und bat mich diesen Dank mit nach Deutschland zu nehmen, ihm sei klar, dass ohne unsere Unterstützung das ganze nicht möglich sei.

Zwischen all der offiziellen Terminen, haben wir noch einen im letzten Jahr errichteten Brunnen aufgesucht. Hier habe ich eine bisher nicht erlebte Dankbarkeit erlebt, und das nicht nur weil ich hier einen Ziegenbock geschenkt bekommen habe. Ich glaube ich habe jedem dort mindestens 20 mal die Hände geschüttelt und ein Danke gehört. Das sind die Momente, in denen man weiß für wen man die Arbeit macht!
Ich gebe den Dank der Menschen sehr gern auf diesem Weg an alle in Deutschland weiter.

Merci Beaucoup

Mit besten Grüßen aus Piéla 

Uli & Lorenzo