Sonntag = Ruhetag ?

15Jan2017

Heute ist Sonntag, und wir haben keine Aktivitäten außer dem Messebesuch eingeplant. Da heute Schulfrei ist tummeln sich sehr viele Kinder im Hof herrum, und spielen mit den Sachen die sie finden. Natürlich hat sich auch rundgesprochen,dass der weiße Mann Luftballons 🎈 hat. So kommen immer neue Kinder und bitten um Luftballons.  Das Treffen mit den Pateneltern, mussten wir wegen der gestrigen Messe auf morgen verlegen. Dadurch können die Kinder die zur Schule gehen leider nicht teilnehmen, und einige kommen schon heute um fotografiert und vermessen zu werden. Lorenzo hat aber auch schon viele mit Matthias besucht und vermessen. So haben wir immer etwas zu tun, oder wir schreiben Blog und die Daten der Kinder direkt in den Computer.

Heute vor 2 Wochen bin ich am Neujahrstag zu meiner 2. Reise gestartet, in 2 Wochen werden wir,so Gott will, wieder zu Hause sein. Ja wir haben bisher viel geschafft, allerdings steht die schwierigste Aufgabe noch vor uns. Wir müssen die Behörden von unserem Konzept überzeugen, so dass die Trägerschaft nicht bei uns bleibt. Hier erwarte ich harte Verhandlungen. Der Freund von César hat schon angedeutet, dass der Staat für die Übernahme der Trägerschaft, auch das Gebäude übernehmen möchte. Das geht aber bei Projekten mit Förderung des Entwicklungsministeriums nicht.

Ebenso habe ich, bis auf Carine, die Frau und Kinder von César bisher noch nicht gesehen. Natürlich fehlt mir am meisten meine Freundin aus 2015,Wendy. Jedoch freue ich mich zu sehen was unser (Martinas und mein) Patenkind "Tony Benitto" macht. Diese Patenschaft ist eine rein private zwischen unseren Familien aufgrund der Freundschaft die inzwischen entstanden ist. Und nicht zu vergessen, Angeline und Arthur, die ich schon vor 2 Jahren nur ganz kurz trefffen konnte. Aber so ist das Leben hier in Burkina Faso 🇧🇫, wer einen richtigen Beruf hat muss unheimlich flexibel und mobil sein. Angeline lebt seit Anfang des Jahres mit den 3 Kindern im ca. 100 km entfernten Gayeri. Schade aber nicht zu ändern.

Am späten Nachmittag sind wir noch zu "unseren Mädchen" im Mädchenwohnheim "Torima" gefahren. Nach einem Rundgang könnten wir den Mädchen vom Programm Zero erzählen, und warum das gerade für sie so wichtig ist. Das Wohheim und vor allem die Mädchen sind uns sehr wichtig, weil wir hier Kindern aus ganz armen Familien eine Chance auf Bildung geben.   Nach anfänglicher Zurückhaltung, konnten wir uns in Deutsch, Englisch oder wenn ‪es anders nicht ging, auch in Französisch unterhalten. Besonders gut kam Lorenzo's Vorstellung in Gourmanche an. Die Mädchen stellten sehr viele und sehr gute Fragen zum Leben in Deutschland 🇩🇪. Es wurde z.B. gefragt ob die Eltern die Kinder im Umgang mit Verhütungsmittel unterstützen. Wir haben als Anreiz, gut zu lernen weitere Unterstützung durch Stipendien in Aussicht gestellte. Das wurde mit Freude aufgenommen. Am Ende trugen einige Mädchen noch 2 bescheidene Wünsche vor. Der erste ist ein Radio um besser informiert zu sein, der 2. ist wieder Licht im großen Raum, der zum essen aber auch zum lernen genutzt wird. Das Radio hat hier in Piéla eine Bedeutung wie in Deutschland vor dem Fernsehzeitalter. Daher sind die Wünsche etwas, dass ich hier im Rahmen der Kleinprojekte umsetzen möchte.

Eigentlich hatte ich gedacht heute nur kurz zu schreiben, aber ich möchte euch an all den Terminen teilhaben lassen, daher ist es doch wieder mehr geworden. Es war ein schöner Sonntag.

Bis demnächst euer Uli

Heute keine Bilder,wir hatten fast den ganzen Tag keinen Strom