Keine Brunnen :-(

17Jan2017

Heute musste César erst mal ins Büro und so konnte ich meinen Beitrag von gestern fertig schreiben und schon mal Bilder von den verschiedensten Kameras zusammenführen. Am Gymnasium Piéla war heute der "Tag der Tradition"  Carine hat uns zu Hause in einem traditionellen Outfit überrascht. Das sah sehr schön an ihr aus. Gegen 11 sind wir dann zum Gymnasium gefahren und wurden schon erwartet. Als wir da waren sprachen der Schulleiter und César kurz zu den Schülern und im Anschluss wurden traditionelle Szenen gespielt. Es geht darum,dass die Traditionen nicht vergessen werden.

Für den Nachmittag hatten wir den Besuch von Dörfen,in denen neue Brunnen gebaut werden sollen, auf dem Plan. Hier erlebte ich zum erstem Mal Unfreundlichkeit. Das lag daran, dass César ganz deutliche und wahrscheinlich auch keine freundlichen Worte gewählt hat. Das erste Dorf soll nach eigenen Angäben über 300 Bewohner haben, und es soll weit und breit kein Brunnen geben. Beides ist falsch! Wie konnten bei einem ausschweifenden Rundgang nur wenige Hütten sehen, und am Ende kamen wir auch noch an einen Brunnen??, kaum 300 Meter von den nächsten Hütten entfernt. Beim wegfahren wurde uns dann tatsächlich hinterhergeschimpft.

Kurze Zeit später kam uns dann  ein Mann auf einem Motorrad hinterher, und versuchte uns mit  2 Hähnchen zu überzeugen. Das hat es nicht besser gemacht. Der Mann blieb ohne die sonst übliche Verabschiedung mit seinen 2 Hähnchen zurück. In den nächsten 2 Dörfern ähnliches Bild. Die Dörfer stellten sich beide als zu kleine Siedlungen heraus. Daher auch hier keine Zusagen für einen Brunnen. Nach mehreren Stunden über Pfade, die sonst nur von 2-Rädern oderEselskarren genutzt werden, leider ein erfolgloser Nachmittag. Die Siedlungen sind zum Teil so abgelegen,dass wir Unterstützung von ortsansässigen mit Motorrädern benötigen.

Auch wenn wir heute nicht erfolgreich waren, so zeigt sich wie wichtig die Arbeit von César, Matthias und den anderen der Cuo Fi ist. Die Prüfung der Orte muss sein, damit wir kein Geld in Privarbrunnen verschwenden.

Ein Erfolgserlebnis hatte ich heute morgen trotzdem. Beim checken meiner Mails, an die Partnerschaft, hatte ich den Kontakt des neuen Koordinators für Burkina Faso,  im ein Dollar Projekt. Er ist zur Zeit in Ouagadougou und wir werden uns nächste Woche Samstag treffen. Schade das es erst an  meinem letzten Tag in Burkina Faso ?? ist, aber so haben wir die Möglichkeit uns kennenlernen und aus erster Hand zu erfahren wo es in den anderen Orten nicht so gut klappt. César wird uns bestimmt auch gut präsentieren, so dass wir der nächste Ort mit einer Brillen Werkstatt werden. Das bringt neben den Brillen auch Beschäftigung.

Carine, César's hübsche Tochter im traditionellen Outfit