Ausbildungszentrum Boulsa

12Jan2017

 

Mit der ersten Etappe „Paris Dakar“ haben wir heute Morgen nach 1:45 Stunden das nur 50 Km entfernte Boulsa erreicht. Hier besuchen wir ein Ausbildungszentrum, dass von einem guten Freund geleitet wird. Diesen Freund haben wir vor 2 Jahren, und auch in diesem Jahr schon öfter getroffen.

Im Ausbildungszentrum werden 3 Berufe gelehrt:

Maurer

Schlosser

Elektriker

Beim Elektriker wir in die Zweige Haus und Industrieelektrik unterschieden.

An der Schule werden ca. 200 Kinder von 25 Ausbildern ausgebildet.

Die Ausbildung dauert 4 Jahre und schließt sich an die Grundschule 6. Klasse an. Im 1. Jahr wird nur schulisch ausgebildet. Das ist ganz normaler Schulunterricht ergänzt um techn. Zeichnen.

In den weiteren Jahren wird neben der allgemeinen Schulbildung, in Praxis Blöcken der Beruf erlernt. Am Ende steht eine Prüfung und ein Zertifikat. Dieses ist landesweit anerkannt.

Die Schule wird vom Staat betrieben und weitestgehend bezahlt, ebenso wird der Ausbildungsinhalt vom Staat vorgegeben. Nach der Ausbildung können die Kinder entweder studieren oder Arbeiten. Manche machen sich selbstständig oder tun sich mit anderen zusammen. Es gibt aber keine besondere Startförderung nach der Ausbildung, außer ggf. eine Empfehlung vom Direktor, der natürlich, wie in Afrika üblich, sehr gut vernetzt ist. Mit und ohne Facebook :-).

Der Besuch hat uns ganz gut gezeigt, dass vieles anders ist als wir uns das so zu Hause vorstellen (z.B Ausbildung nach der Grundschule). Sehr wichtig war für uns, dass der Staat durchaus Ausbildungszentren unterstützt. Für uns ist das ein Model, welches uns sehr zusagt, da nach dem Aufbau das ganze in staatliche Leitung gehen würde. Aber auch der Aufbau mit all den Gebäuden und vor allen Dingen der Erstausstattung der Lehrwerkstätten, wird eine große Aufgabe für die nächsten Jahre werden.

Wir werden uns im Laufe des Besuch jedoch auch noch andere Zentren anschauen, um unser Bild über das Bildungssystem immer klarer werden zu lassen. Außerdem hängt natürlich sehr viel davon ab, wie das Ministerium unseren Wunsch sieht und bewertet.

Am frühen Abend gehen wir noch zum Deutschclub im Lycée Piéla. Natürlich mit dem Auto.Dieser Deutschclub hat sich im Dezember 2016 gegründet, mit dem Ziel, die deutsche Sprache auch außerhalb der Schule zu sprechen bzw. zu verbessern.Es sind ca. 100 Schüler mit ihrem Deutschlehrer Herrn Sawadogou anwesend, und es werden Deutsche Lieder gesungen und Fragen zu Deutschland beantwortet. Wenn der Cub so weitermacht, gibt es demnächst mehr Menschen in Piéla geben, die Deutsch sprechen.

 

Das war es für heute.

Passt auf euch auf, und schneit nicht ein.

 

Uli & Lorezo

 

Ein Bitte habe ich noch.

Bitte gebt uns doch mal Feedback, was euch noch interessiert oder über was wir berichten sollen. Es ist wirklich nicht schwer.

Schlosserausbildung

Elektrikerausbildung

Maurerausbildung