Abschied aus Piéla

27Jan2017

Do 26.1.

Nachdem wir gestern erst nach Piéla zurückgekehrt sind,heißt es heute schon wieder Abschied zu nehmen. Der Tag beginnt etwas hektisch weil noch einige Patenkinder in der letzten Minute vorbeikommen um fotografieren zu werden und ich her Briefe abzugebn. César muss heute dringend zur Arbeit, da wir ja sehr lange weg waren. Er muss bis nächste Woche Mittwoch viele Vorgänge abschließen und wird erst am Dienstag aus Ouagadougou zurück nach Piéla kommen, da er am Montag noch einen Termin zur Entwicklung der Provinzen hat. Hier vertritt er sie zivile Gesellschaft von Piéla.Daher muss er seine Arbeit heute fertig machen. Eigentlich  hatten wir noch einiges vor, das fällt aber der Arbeit von Cesar zum Opfer. Wir machen nur eine kleine Runde durch Piéla, um in Torima Bescheid zu sagen, dass wir heute Abend dort unseren Abschied gemeinsam mit den Mädchen feiern. Cesar sagt wie viele unserer Hähnchen dafür dran glauben müssen.?? es sind viele, aber lange nicht alle. Wir haben 80- 90 Hähnchen geschenkt ekommen. Die könnten wir nicht alle  verspeisen. Unterwegs  haben wir den Elektriker getroffen und ihm gesagt, dass wir im großen Speiseraum kein Licht haben. Er kam direkt mit und am Abend hatten wir Licht. Manchmal geht es schnell in Afrika. Dann noch bei Abbe Jakob vorbei, die Bänke im Gemeindehaus anschauen, auch die sind fertig. Zum Abscluss noch den Fortschritt beim Bau des Gartens im Lycée begutachten. Hier ist ein guter Anfang gemacht. Anschließend geht es nach Hause, um noch einige Dinge abzustimmen: Vereinbarung für Brunnenprojekt, Patenkinder und Problemkinder ,Kleinprojekte, immer wieder unterbrochen durch Besucher.

Am Abend dann die große Verabschiedung in Torima, mit  den Mädchen und dem Komitee der Cuo Fi. Es gibt, wie gesagt, reichlich Hähnchen mit Reis. Für mich haben wir zu Hause Nudeln gekocht. Nicht nur weil ich nicht gerne Reis esse, sondern weil ich mir nach 4 Wochen nicht am letzten Abend etwas holen möchte, was die Reise unangenehm macht?. Nach dem Essen gibt es den Dank der Mädchen, von Cesar und auch ich halte einen kurzen Rückblick und verspreche, wenn Gott will, wieder zu kommen. In der Zwischenzeit werden wir weiter arbeiten, um gerade diesen Mädchen eine bessere Zukunft zu geben. Das hat die höchste Priorität. Es ist schon kurz vor Mitternacht als wir nach Hause fahren, dort gibt es noch einige Dinge zu tun, letzte Geschenke zu verpacken und für César noch Bügeln. Um halb 2 gehe ich ins Bett. Meine vorerst letzte Nacht in Piéla.

Freitag 27.1.

Am Morgen geht es nach dem Frühstück los in Richtung Ouagadougou um dort heute und morgen die letzten Termine in anderen Ausbildungszentren wahrzunehmen und uns mit dem Projektkoordinator vom ein Dollar Brillen Projekt zu treffen.Ich versuche schon lange eine Werkstatt dieses Projekts nach Piéla zu bekommen. Jetzt ist die Chance sich persönlich auszutauschen, diese möchte ich unbedingt nutzen.

Da wir mal wieder zu spät losgekommen sind schaffen wir es wieder nich bis 12:00 Uhr in Ziniare zu sein. Der Direktor legt anscheinend sehr großen Wert auf seine Mittagspause und empfängt uns erst wieder um 15:00 Uhr. Wir schauen uns einen Skulpturen Park aus Granit an und essen etwas. Wäre doch gelacht, wenn wir nicht wieder zu spät kommen?.. Pünktlich sind wir im Zentrum, einem riesigen Areal von 20 Hektar.Hier wird in 12 Berufen ausgebildet, und das unter europäischen Bedingungen. Das ist möglich durch eine wahnsinnige Unterstützung aus Taiwan. In jedem Beruf gibt es für jeden Schüler eine eigene Maschiene. Nach dem Rundgang bekommen wir,dank dem Bürgermeister von Piéla, die Gelegenheit erneut im Ministerium vorzusprechen. Diesesmal ist es das zentrale in der Hauptstadt. Wir sprechen mit dem Generalsekretär des Ministeriums für Bildung und Alphabetisierung. Das Gespräch läuft wesentlich konstruktiver als am Montag in Fada. Hier ist man befugt uns zu helfen. Ich denke die Anwesenheit des Bürgermeisters der hauptamtlich auch in einem Ministerium arbeitet, macht da auch was aus. Hier sprechen wir mit Schmid und nicht mit Schmidchen ?.

Weitere Details schreibe ich vielleicht morgen oder von zu Hause. Wir sind alle müde und hungrig. Die letzte Nacht war sehr kurz. Bei mir waren es nur 3,5 Stunden Schlaf, bei César noch weniger, er musste ja noch bügeln. 

Ich werde mich morgen noch mal melden, bevor wir abfliegen. In Deutschland werde ich noch ein paar Bilder nachliefern und euch informieren wann und wo wir über die Reise berichten werden. 

Ein Termin ist schon fest. 18. März Mitgliederversammlung um 20:00 in Mutscheid bei Manni. Die Versammlung ist offen für jeden. 

Gute Nacht

Uli